Kunstrad / Kunsträder



Beim Kunstradfahren kommt es vor allem auf Gleichgewicht, Koordination und Konzentration an.
Ähnlich wie beim Bodenturnen oder beim Eiskunstlauf absolviert der Fahrer bei Wettkämpfen eine sechsminütige Kür, die von Kampfrichter ("Schreiber", "Ansager") bewertet wird. Hierbei hat der Kunstradfahrer einen Platz von 14m x 11m zum Fahren. Es gibt mehr als 270 Übungen, die jeweils mit Punkten bewertet werden.

Beim Kunstradfahren muss der Sportler in der Kür verschiedene, vorher festgelegte Übungen in einer gewissen Zeit darbieten. Oft ist dies mit Musik unterlegt.
Abzüge gibt es z.B. bei fehlerhafter Körperhaltung, überfahren der Begrenzung des Fahrkreises oder bei sogenannten Tippern (Berührung des Bodens mit den Füßen)
Hierbei gibt es verschiedene Rubriken wie: Einer-, Zweier-, Vierer- und Sechser-Kunstfahren, sowie Vierer- und Sechser-Einradfahren.

 

Das Kunstradfahren wird jedoch auch zu Unterhaltungszwecken eingesetzt und wird gerne bei größeren Feiern gebucht.


Das Kunstrad  - auch als Saalmaschine oder Hallenrad genannt – ist ein speziell auch PVC- oder Holzboden ausgestattetes Rad. Es benötigt hierfür den richtigen Gripp und muss auch den Übungen angepasst sein.
Daher hat das Kunstrad keine Schaltung, keine Bremsen, keine Lichter Spezialreifen und einen Lenker, bei dem sich die Fahrer aufstützen/stellen oder setzten können.

 

Merkmale:

 

  • 22x30 cm rutschfester Sattel, der am Ende erhöht ist
  • Lenker ist ähnlich dem Rennradlenker, Griffe laufen parallel zum Boden
  • Lenker lässt sich um 360 Grad drehen
  • Keine Bremse
  • Keine Schaltung (1:1 Übersetzung)
  • Keine Lichter, Reflektoren oder ähnliches
  • Spezialreifen (von Continental)